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THE SEVEN LAST WORDS

THE SEVEN LAST WORDS
Interpret: OPUS POSTH.-GRINDENKO, TATIANA
Titel: THE SEVEN LAST WORDS
Artikelnr: 02532
Format: CD
Genre: Klassik
Label: CCn'C RECORDS
VÖ-Jahr: 2001

Preis: EUR 12,50 inkl. gesetzl. MwSt.
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TRACKLISTE
1) 
INTRODUCTION (HAYDN, JOSEPH) 4:33
2) 
SONATA I. FATHER, FORGIVE THEM (OPUS POSTH.-TATIANA GRINDENKO,) 5:17
3) 
SONATA II. AMEN, I SAY TO YOU: (HAYDN, JOSEPH) 9:01
4) 
SONATA III. WOMAN, BEHOLD YOUR (HAYDN, JOSEPH) 9:00
5) 
SONATA IV. GOD, GOD, WHY HAVE (HAYDN, JOSEPH) 6:49
6) 
SONATA V. I THIRST (HAYDN, JOSEPH) 8:47
7) 
SONATA VI. IT IS FINISHED (HAYDN, JOSEPH) 7:36
8) 
SONATA VII. FATHER, INTO THY H (HAYDN, JOSEPH) 7:16
9) 
EARTHQUAKE (HAYDN, JOSEPH) 1:58
Total time 60:21

Joseph Haydn
Ensemble Opus Posth.- Tatiana Grindenko

Joseph Haydn "Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze"

Als "ein ganz neues Werk, bestehend in blosser Instrumental Musik, abgetheilt in 7 Sonaten" bezeichnete Haydn sein Werk 1787 in einem Verkaufsangebot an seinen englischen Verleger, überzeugt, dass darin die Befindlichkeiten eines am Kreuz Hängenden "dergestalten ausgedruckt, dass es den unerfahrensten den tiefsten Eindruck in Seiner Seel erwecket." Also keine sentimentalische Kanzelpredigt. So freilich haben wir Haydns "Sieben Worte" in der Vergangenheit oft zu hören bekommen: als sanft und gravitätisch sich aufbauender Meditations-Hintergrund.

Tatiana Grindenko geht mit ihrem Ensemble OPUS POSTH. einen erstaunlich kühnen anderen Weg. Sie besetzt die Streichquartett-Fassung in ihrer "erweiterten Quartett-Version" doppelt, fügt sogar noch einen in der Orchester-Fassung vorgesehenen Kontrabass hinzu, so dass das tief liegende Klangfundament eine eruptive und aggressive Kraft erhält. Darüber hinaus profitiert sie von den Erkenntnissen der historisch-kritischen Musizierpraxis: Ihr Ensemble formt sein Spiel wirklich als Klang-Rede, artikuliert und vor allem phrasiert exzellent, präzise und textgetreu (und dies, was nicht unwesentlich den Klang beeinflusst, auf dem historischen tiefen Kammerton von 420 Hz).

So führt die Musik zwar nicht von den bloß zu betrachtenden Worten Jesu weg, leitet aber, vor allem durch den zupackenden Bogenstrich, weiter zur Wahrnehmung der extremen Grade körperlicher wie geistiger Qualen dessen, der hier auf brutalste Weise hingerichtet wurde und jener Ungezählten, die allenthalben auf ähnliche Weise verlassen, gepeinigt, gemordet werden. Letztlich transzendiert die Interpretation den inneren Kreis eines christlichen Glaubens und Gottesverständnisses und bezieht auf quasi gesamt-ökumenische Weise die humane Position des mit allen Opfern Mit-Leidenden, aber auch dessen, der auf eine wie auch immer beschaffene Vollendung hin lebt.
Heinz Josef Herbort

Das Ensemble OPUS POSTH. wurde von Tatiana Grindenko und Vladimir Martynov gegründet. Es ist berühmt für seine mutigen und Energie geladenen Interpretationen klassischer und zeitgenössischer Musik. Es erforscht neuartige Klangräume und bricht dabei konventionelle Grenzen und Regeln der traditionellen Konzertaufführung auf. Eine Aufführung des Ensembles ist auch immer eine Aktion. OPUS POSTH. setzt sich aus Mitgliedern der bereits 1982 von Tatiana Grindenko gegründeten MOSKAUER AKADEMIE FÜR ALTE MUSIK zusammen.

Titel:

1. "Introduzione"
2. Sonata I. "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun"
3. Sonata II. "Wahrlich, ich sage dir: heute noch wirst du mit mir im
Paradies sein"
4. Sonata III. "Weib, siehe, das ist dein Sohn! Siehe, das ist deine
Mutter!"
5. Sonata IV. "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?"
6. Sonata V. "Mich dürstet!"
7. Sonata VI. "Es ist vollbracht"
8. Sonata VII. "Vater, in deine Hände empfehle ich meinen Geist"
9. Das Erdbeben

Presse:

"Das Ensemble OPUS POSTH:-TATIANA GRINDENKO sieht in den "Sieben Letzten Worten..." keine sublimierte Meditationsmusik, sondern ein musikalisches Protokoll des Leidens und Sterbens Jesu. Mit zupackendem, bisweilen aggressivem Bogenstrich bringt es diese Todesqual drastisch zum Ausdruck. (Neue Züricher Zeitung)

" Als Dokument kompromisslos wahrheitsliebenden Musizierens ist diese Einspielung von hohem Wert" (APPLAUS - 6/2003)

" Streichoktett plus Kontrabass, vibratoarm, folgen der Musik bis an den Rand, wo sie sich mit den Worten des Gekreuzigten trifft und sie Ereignis werden lässt. Gegenwart eines Leidenden. Man muß beim Hören den lateinischen Text nicht unbedingt lesen, der von Haydn auf die Motive bezogen wurde: jede Silbe ein Ton. Dass zum Beispiel mit "consummatum est" etwas "vollbracht" ist, unwiderruflich und grausam, ist nicht zu überhören, wenn die neun Streicher den Anfang spielen: g'-es'-c'-d'-g. Sie spielen gar nicht, sie rufen und erleiden, verkörpern und spannen diese fünf Silben im Unisono so, dass einem die Tonbewegung danach fast physische Erleichterung verschafft." (Volker Hagedorn, DIE ZEIT, 10. APRIL 2003)

"Insgesamt kann die empfehlenswerte Aufnahme daher im Zusammenhang mit dem Bemühen vieler Musiker der Gegenwart um eine "Entniedlichung" des Schaffens von "Papa" Haydn als sinnvolles und gelungenes Unterfangen betrachtet werden." (Michael Wersin, RONDO 2003)

" ...Opus Posth. unter Tatiana Grindenko zeigt sich dabei erfrischend neu, sehr unverkrampft und mit einer souveränen Gelassenheit, welche erstaunt."
(Toccata, 2003)

Ensemble OPUS POSTH. - Tatiana Grindenko
(Moskauer Akademie Für Alte Musik)

Tatiana Grindenko - violin
Konstantin Komissarov violin
Elena Poluyanchenko - violin
Natalia Kosareva - violin
Natalia Panasyuk - viola
Vladimir Metelyov - viola
Nikita Kotchergin - cello
Alexander Groshenkov - cello
Igor Solokhin - double bass
Produced by Tatiana Grindenko and Maria Soboleva
Executive producer Nick Dmitriev
Recorded at MOSFILM Studios in June 2002

Bild- und Biomaterial siehe "Medienservice" ENSEMBLE OPUS POSTH. etc.

Presse
"Tatiana Grindenko und ihr Ensemble OPUS POSTH. sind (darum) einen kühnen Mittelweg gegangen. Streichoktett plus Kontrabass, vibratoarm, folgen der Musik bis an den Rand, wo sie sich mit den Worten des Gekreuzigten trifft und sie Ereignis werden lässt. Gegenwart eines Leidenden. Man muß beim Hören den lateinischen Text nicht unbedingt lesen, der von Haydn auf die Motive bezogen wurde: jede Silbe ein Ton. Dass zum Beispiel mit "consummatum est" etwas "vollbracht" ist, unwiderruflich und grausam, ist nicht zu überhören, wenn die neun Streicher den Anfang spielen: g'-es'-c'-d'-g. Sie spielen gar nicht, sie rufen und erleiden, verkörpern und spannen diese fünf Silben im Unisono so, dass einem die Tonbewegung danach fast physische Erleichterung verschafft." (Volker Hagedorn, DIE ZEIT, 10. APRIL 2003)

"Als Dokument kompromisslos wahrheitsliebenden Musizierens ist diese Einspielung von hohem Wert" (APPLAUS - 6/2003)

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