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Interpret: OPUS POSTH.-GRINDENKO, TATIANA Titel: COME IN! Artikelnr: 01412 Format: CD Genre: Zeitgenössische Musik Label: CCn'C RECORDS VÖ-Jahr: 2001 Preis: EUR 12,50 inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten For all foreign orders: Declared value is net! |
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Ensemble Opus Posth. |
"come in!"
Das russische Künstlerehepaar Tatiana Grindenko und Vladimir Martynov ist in vieler Hinsicht außergewöhnlich, vor allem aber in dem Bestreben, als Persönlichkeit ganz zurückzutreten, mit allen Musikern und Zuhörern einzutauchen in den Strom der Musik. Die Violinvirtuosin von Weltrang und der Komponist der "Neuen Einfachheit" verstehen sich nicht als Schöpfer ihrer Musik, sondern eher als Kanäle für Musik gewordene Zeit.
Das von Tatiana Grindenko geleitete Ensemble Opus Posth. ist das Sprachrohr der beiden Künstler. Die Musiker tragen schon mal Masken, damit der Zuhörer sich nicht von individuellen Physiognomien ablenken lässt, sondern sich dem überpersönlichen Fluss der Musik anvertrauen kann.
Nach wenigen Takten der Titelkomposition "Come In!" glaubt man Brahms zu hören. Kein bestimmtes Werk, sondern die Essenz - so zart und rein, wie sich nur eine abgeklärte Seele aus dem Jenseits mitteilen kann. Melodik und Harmonik sind Brahms in seinen stillsten und berührendsten Momenten - doch die Form! Trance-Loop statt Sonate. Kaum merklich - das stets wiederkehrende "Klopfen an der Himmelspforte" ist der am ehesten greifbare Anhaltspunkt - werden wir in eine Spirale gezogen, so verlockend, dass wir immer tiefer sinken, immer wieder Tatianas Sologeige hören wollen. Hier wird die Zeit wonnevoll gedehnt. Der Himmel ist immer jetzt.
Ähnlich funktioniert die Kunst der Verführung in den beiden anderen Kompositionen. Wiederholung und Variation - laut dem russischen Musikwissenschaftler Assafjiew die Grundprinzipien der Musik - lassen hier in einem überaus feinfühligen Minimalismus das Wesen von Barockmusik und speziell der Musik J.S. Bachs aufscheinen Martynovs "Einfachheit" hat seine Wurzeln in der "Demut des Komponisten vor der Göttlichkeit der Musik". Wie sagte doch Friedrich Schiller zur Unterscheidung zwischen naiver und sentimentaler Dichtung: "Der naive Poet besitzt Natürlichkeit, der sentimentale sucht sie." In seinem aktuellen Buch "Das Ende der Zeit der Komponisten" (Moskau, Sommer 2001) schreibt Martynov im großen historischen Bogen über die geistige Historizität gegenwärtiger musikalischer Haltungen, wichtig für die Betrachtung von Alter wie Neuer Musik.
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Radio Bremen veröffentlicht zur Uraufführung Martynovs Werk "Night In Galicia" mit dem Ensemble Opus Posth. und dem Folkensemble D. Pokrovsky am 5.5.2001 beim Festival "pro musica antiqua" zwei Kapitel vorab in deutscher Sprache. Aufführung "Night In Galicia" außerdem am 6.7.2001 beim "Traumzeitfestival" in Duisburg. Für Journalisten: Weitere Informationen und Fotos zum runterladen finden Sie unter Medienservice.
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VLADIMIR MARTYNOV (1946)
1)Come In (1988) for chamber orchestra, solo violin and celesta
2) Autumn Ball Of The Elves (1994) for chamber orchestra
3) L'après midi du Bach (2000) for chamber orchestra,
Tatiana Grindenko - Ensemble director and solo violin
Elena Polujantschenko - violin
Ludmilla Egorova - violin
Natalia Kosareva - violin
Alexander Ivanenko - violin
Mikhail Akinfin - violin
Natalia Panasjuk - viola
Vladimir Meteljov - viola
Nikita Kotschergin - cello
Vasilli Ratjkin - cello
Igor Solochin - double bass
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Presse:
"Come In" thematisiert die immerwährende Sehnsucht nach dem ewigen Paradies. Das von Vladimir Martynov und der Violinistin Tatjana Grindenko gegründetete "Ensemble Opus Posth." transportiert diese Idee in sattem Streicher-Sound und entführt in rauschhafte Klangwelten. An das Wirken göttlicher Kräfte in der Musik will "L'après-midi du Bach" anknüpfen. Hier greifen, bei höchster Wandlungsfähigkeit, musikalische Tradition und repititive Strukturen der Minimal Music ineinander und fesseln den Hörerer mit intensiven Momenten." FonoForum 8/01, Yvonne Drynda.
" Vladimir Martynov traut sich wieder, in Tönen Geschichten zu erzählen. Geschichten aus unser aller Vergangenheit. Geschichten aus Kindertagen - für leicht melancholische Erwachsenen-Gemüter. Er tut dies mit poetischem Geist, mit subtilem Witz und mit emotionaler Wahrheitsliebe. Das Ergebnis ist bisweilen so schlicht, daß Arvo Pärt dagegen als Serialist erscheint. Aber jenseits aller konstruktiven Selbstläuferei tut es gut, einmal wieder Musik zu hören, der das Was deutlich wichtiger scheint als das Wie. In Fragen des Ausführenden Wie lassen die Interpreten dieser wunderbaren Einspielung keine Wünsche unerfüllt." Klassik Heute 08/01, Peter Korfmacher.
"Martynovs hymnische oder meditative Musikstücke reproduzieren christliche und buddhistische Sakralgesänge und klingen wie geistige Orientierungsversuche in einer sprituell entleerten Welt." (FAZ 19.2.2004 Kerstin Holm)