1
An den kleinen Radioapparat 3:06
Musik: Hanns Eisler; Christoph Korn
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
2
Über den Selbstmord 3:09
Musik: Hanns Eisler; Marcel Daemgen
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
Über den Selbstmord; Brecht (1939 - 1941)/Eisler (1942)
Der Text stammt aus Brechts Parabelstück “Der gute Mensch von
Sezuan” (dort von Paul Dessau vertont), die Komposition aus
Eislers “Hollywooder Liederbuch”, welches er selbst auch als
“Hollywooder Tagebuch” seiner Exilzeit in Amerika bezeichnete.
3
Im Blumengarten 1:58
Musik: Hanns Eisler; Marcel Daemgen
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
4
Mutter Beimlein 4:52
Musik: Hanns Eisler; Bernhard Reiß
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
Mutter Beimlein; Brecht (1926)/Eisler (1935)
Brecht hat es nie als ein “Kinderlied” erklärt, aber Eisler nahm
es in die von ihm zusammengestellte Sammlung “Fünf Lieder für
Kindergärten” auf.
5
Die Pappel vom Karlsplatz 4:10
Musik: Hanns Eisler; Christoph Korn
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
6
Vielleicht-Faktor (Rundgesang der Pachtherren) 5:55
Musik: Hanns Eisler; Heiner Goebbels; Alfred Harth
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
Bearbeitung unter Verwendung des Stücks "Ich beug mich nicht, ich kehr nie um" von Heiner Goebbels und Alfred Harth von 1982
7
An die Nachgeborenen I 3:31
Musik: Hanns Eisler; Bernhard Reiß
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
8
Motto: Auf einen chinesischen Theewurzellöwen 1:00
Musik: Hanns Eisler; Christoph Korn
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
Auf einen chinesischen Theewurzellöwen; Brecht (1951)/
Eisler (1961)
Brecht sah in der Figur des Theewurzellöwens (bei ihm stets in dieser
Orthographie!) die Einheit des Kämpferischen und Anmutigen und damit
einen Grundsatz seiner Arbeit ausgedrückt.
9
Hotelzimmer 1942 2:30
Musik: Hanns Eisler; Christoph Korn
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
Hotelzimmer 1942; Brecht (1940)/Eisler (1942)
Der Text ist während Brechts Emigration in Skandinavien entstanden,
aus der nach seiner auf der Flucht verstorbenen Freundin und
Mitarbeiterin genannten “Steffinischen Sammlung”.
10
Und ich werde nicht mehr sehen das Land,
aus dem ich gekommen bin 2:58
Musik: Hanns Eisler; Marcel Daemgen
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
Und ich werde nicht mehr sehen das Land, aus dem ich gekommen bin;
Brecht (1941/42)/Eisler (1953)
Teil des durch die Schlacht um Smolensk (1941) veranlaßtem Zyklus
“An die deutschen Soldaten im Osten”.
11
Über den Selbstmord 1:14
Musik: Hanns Eisler; Oliver Augst
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
12
Winterspruch 2:00
Musik: Hanns Eisler; Roderich Gold
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
Brecht (1929 - 1931)/ Eisler (1942 - 1943)
Aus Brechts Bühnenstück „Die heilige Johanna der Schlachthöfe“
Brecht über den Komponisten: “Das gesellschaftliche
Verantwortungsgefühl ist bei Eisler lustvoll im höchsten Maße. In
seinem Werk kann man sich bilden, nach vielen Seiten,
widerspruchsvoll. Es verändert den Singenden wie den Hörenden
beglückend.”]
13
Friedenslied 4:37
Musik: Hanns Eisler; Roderich Gold
Text: Berthold Brecht
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
14
The Rat Men 1:53
Musik: Hanns Eisler; Oliver Augst
Text: Hanns Eisler
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
15
Resolution 4:55
Musik: Hanns Eisler; Mr. Cobra
Text: Hanns Eisler
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
16
Und es sind die finstern Zeiten 1:06
Musik: Hanns Eisler; Ali Neander
Text: Hanns Eisler
Verlag: Deutscher Verlag für Musik Leipzig
Und es sind die finstern Zeiten; Brecht (1943)/Eisler (1954)
Das Lied ist offenbar auf New York bezogen, im Vergleich mit Berlin.
PRODUCER Oliver Augst; Marcel Daemgen; Christoph Korn;TEXTxtnd-Records
Aufgenommen März/Juli 1998
Gastproduzenten: Roderich Gold, Ali Neander, Goebbels/Harth, Bernhard Reiß
Oliver Augst - Stimme
Rüdiger Carl - Akkordeon [5
Marcel Daemgen - Keyboards, Electronics
Christoph Korn - Gitarre, Electronics [2, 10]
Georg Wolf – Kontrabass [9]
Mastermix: Christoph Seipel/Cocoloco-Studio, Offenbach am Main
Dank an Peter Fey, Barbara Leithäuser, Christoph Seipel und Uli Vormehr
TextXTND, Kaiserstr. 40, D-60329 Frankfurt am Main, Fon: 49(0)69-251991, Fax: 49(0)69-86009871
e-mail: arbeit@textxtnd.de
arbeit
spielt Brecht-Eisler
Diese Einspielung enthält 16 Neubearbeitungen von Brecht/Eisler Liedern
Von Eisler im Exil geschrieben, hierzulande weitgehend unbekannt und nun aus verstaubten Regalen ans Tageslicht geholt durch ARBEIT in neuer, eigener Ästhetik und in zeitgemäß populärer, aber auch experimenteller Form interpretiert. Die Lieder Brechts und Eislers wollen gehört und nicht verwaltet werden - hier ist die Übersetzung in unsere Sprache!
Rezensionen:
Deutschlandradio 3/99
"....Der Spagat zwischen Kommerz und akustischer Kunst, der das
Konzeptalbum prägt ist bewußt anvisiert. Er macht das Produkt
reizvoll und vor der erlebten Flut traditioneller Programme im Brecht/
Eislers Jubiläumsjahr in der Tat singulär....."
Frankfurter Rundschau 10/98
"....Das Trio bewegt sich dabei weniger in der alten Brecht-Eisler-
Diseusen-Tradition als auf spezifischen Frankfurter Spuren.
Schließlich haben sich vor etlichen Jahren bereits Heiner Goebbels
und Alfred Harth ausgiebig und eigensinnig mit Brecht und Eisler
befaßt ("Vier Fäuste für Hanns Eisler", "Bertolt Brecht - Zeit wird
knapp"). Augst / Daemgen / Korn gehen auf diesem Weg einen großen
Schritt weiter und damit auch in eine neue Richtung....."
Kultur News 12/98
"....avancierte U-Musik mit elektronisch verstärkten Widerhaken, die
ein vorgeblich angestaubtes Duo auf die Höhe der digitalen Zeit
katapultiert...."
Journal Frankfurt 2/99
"....Die Praxis beschert uns einen subtil arrangierten und zeitgemäß
instrumentierten Songzyklus, frei von Nostalgischem und voll von
ungebrochener "utopischer Kraft" und Sinnlichkeit. Herausragend....."
Sender Freies Berlin 4/99
"...Die Neuinterpretation hat etwas chansonhaftes, mit allen
sentimantalischen Einschlägen diese Genres. Daß damit Tendenzen der
Trivialisierung wirksam werden, haben sie in Kauf genommen.
Angesprochen wird eine Sehnsucht nach positiver Utopie, entfernt noch
erinnernd an die Protestlieder der sechziger -und siebziger Jahre,
verfremdet durch die neuen digitalen, die modernen technischen
Möglichkeiten der Klangerzeugung und Klangverarbeitung.... "
Kultur News 12/98
"....avancierte U-Musik mit elektronisch verstärkten Widerhaken, die
ein vorgeblich angestaubtes Duo auf die Höhe der digitalen Zeit
katapultiert...."
WDR 1/99
"...Bezugspunkt der drei ist u.a. das, was Heiner Goebbels und Alfred
Harth Anfang der 80er Jahre zu diesem Thema mit teilweise gleichem
Instrumentarium vorgelegt haben, aber andererseits auch eine Synthese
des Ausgangsmaterials von Brecht und Eisler mit Formen der heutigen
Popmusik. Und wiedereinmal zeigt sich, daß Brecht und Eisler
wunderbar mit Formen heutiger Trashkultur vereinbar sind....."
Dreigroschenheft 4/99
"... Paradox formuliert belegen sie, wie "kunstloser" Gesang höchste
Kunst ermöglicht und eine sparsame, durchdachte Instrumentation
reichhaltige Klangräume und ausdrucksvolle Arrangements entstehen
lässt...."
az 1/99
"Brillant"