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Interpret: ABSOLUTE ENSEMBLE - KRISTJAN JÄRVI Titel: ABSOLUTE MIX Artikelnr: 00702 Format: CD Genre: Zeitgenössische Musik Label: CCn'C RECORDS VÖ-Jahr: 2001 Preis: EUR 12,50 inkl. gesetzl. MwSt. For all foreign orders: Declared value is net! |
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Absolute Ensemble · Kristjan Järvi | |
"Absolute Mix"
Gründer und musikalischer Leiter: Kristjan Järvi (geboren in Estland, lebt in New York). Das New Yorker Absolute Ensemble öffnet die Türen der Konzertsäle für alle Arten von Musik und jedes Publikum. Durch die Präsentation neuer Musik des 21. Jahrhunderts, die kulturelle Grenzen überschreitet, integriert diese "klassische Band" anstatt zu trennen. Die Ensemble-Mitglieder sind eine Gruppe junger Musiker unterschiedlicher ethnischer Herkunft, die gemeinsam kulturelle Grenzen überwinden und gegen vorgefertigte Urteile über Musik ankämpfen.
Die Einzigartigkeit der Band manifestiert sich in der Substanz, dem Stil, der Erscheinung und der Bandbreite ihrer Programme. Die Interpretationen dieses flexiblen Ensembles, das klassische Musik neben Jazz, Rock-Arrangements neben zeitgenössischer Musik spielt, sind provozierend, spannend und kontrovers.
"Klassiker" von so unterschiedlichen Musikern wie den Beatles, Frank Zappa, John Adams und Michael Daugherty gehören wie selbstverständlich zum Repertoire. Miles Davis, Charles Mingus und James Brown finden sich ebenso im "Bandbook" wie Bach, Schönberg oder Strawinsky - und natürlich die Werke junger Komponisten, die das Absolute Ensemble häufig als erste fördert und vorstellt.
Im Rahmen seiner Konzertaktivitäten wird das Absolute Ensemble am 28. Februar 2000 in New York das auch auf dieser CD zu hörende "Prélude à l'après-midi d'un faune" von Claude Debussy (arrangiert von Bruno Sachs) spielen; ferner Alban Bergs "Filmmusik aus Lulu" (arrangiert von Berthold Tuerche) sowie Gustav Mahlers "Vierte Symphonie" in einem Arrangement des Schönberg-Schülers Erwin Stein.
Höhepunkt der Konzertsaison 1999 / 2000 ist ein Konzert am 12. Mai 2000 in New York City mit Werken des estnischen Komponisten Erkki-Sven Tüür. Betrachten Sie diese CD als Einladung, in die Welt einer Musik ohne Regeln und ohne Grenzen einzutauchen. Jedes Stück hier steht für etwas ganz eigenes. Zusammen formen sie einen einzigartigen Mix. Einen "Absolute Mix".
Diese CD erhielt im April 2000 den PREIS DER DEUTSCHEN SCHALLPLATTENKRITIK als eine der künstlerisch herausragenden Neuveröffentlichungen des Tonträgermarktes.
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CD-Titelverzeichnis:
1. PAUL HINDEMITH (1895 - 1963)
"Kammermusik No. 1, Op 24 no. 1" (1922)
2. MICHAEL DAUGHERTY (1954)
"Dead Elvis" (1993)
3. MICHAEL DAUGHERTY (1954)
"Sing Sing: J. Edgar Hoover" (1992)
4. JAMES MACMILLAN (1959)
"as others see us" "Henry VIII" (1491 - 1547)
5. JAMES MACMILLAN (1959)
"as others see us" "Thomas Stearns Elliot" (1888 - 1965)
6. CHARLES COLEMAN (1968)
"Young Words" (1995) "Restless"
7. CHARLES COLEMAN (1968)
"Young Words" (1995) "Lizard People"
8. CONLON NANCARROW (1912 - 1997)
"Studies for Player Piano" "Study No.2"
9. JOHN ADAMS (1947)
"Chamber Symphony" "Roadrunner"
10. CLAUDE DEBUSSY (1862 - 1918)
"Prélude à l'après-midi d'un faune" (1892 - 1894)
arrangiert von Benno Sachs
Gesamtspielzeit: 52:39
Mit Ausnahme des Debussy-Stücks wurde die CD live eingespielt in der Merkin Concert Hall, New York City.
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Musiker:
Direktor: Kristjan Järvi
Flöten: Valerie Chermist, Maarika Järvi
Oboe/Englisch Horn: Keve Wilson, Derek Floyd, Tuck Lee
French Horns: Greg Evans, Ann Ellsworth
Posaune: Mike Seltzer
Trompete: Charlie Porter
Klarinette: Vadim Lando
Fagott: Martin Kuuskmann
Bass Klarinette: Michiyo Suzuki
Kontrafagott: Monica Ellis
Geigen: Vesselin Gellev, Olga Terlitsky, Shalini Vijayan
Bass: Mat Fieldes
Piano & Keyboard: Adam Ben-David, Matt Herskowitz
Harfen: Gulia Mashurova, Jessica Zhou
Cello: Ann Kim
Percussion: David Rozenblatt, Pablo Rieppi
Künstlerische Leitung: Charles Coleman.
Je nach den Erfordernissen eines Stückes wird das Absolute Ensemble entsprechend verkleinert oder erweitert.
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Repertoire:
Auszug der am häufigsten aufgeführten Komponisten:
Paul Hindemith, Frank Zappa, Kitty Brazelton, Conlon Nancarrow, Michael Daugherty, George Antheil, Aaron Jay Kernis, Arvo Pärt, Richard Wagner, Alban Berg, Shafer Mahoney, Omar Daniel, Derek Bermel, Ezequiel Viñao, Richard Strauss, Charles Coleman, Darius Milhaud, Robert Ian Winstin, Bernadette Speach, Ed Green, Stefania de Kenessey, Claude Debussy, John Adams, J.S. Bach, Duke Ellington, W.A. Mozart, Alfred Schnittke, Gene Pritsker, Aaron Copland, Edvard Grieg, Igor Stravinsky, Luis Andrei Cobo, D. Gotay, P. Mack & G. Pritsker, Raul S. Quines, Michael Gatonska, Alexander Zhurbin, Ludwig van Beethoven, Ken Lampl, Erkki-Sven Tüür, Wojciech Kilar, Tom Chiu, Mark Kostabi, Udo Kasamets, Béla Bartók, Orlando Di Lasso, H.I.F. Biber, Arnold Schoenberg, Rudolf Tobias, Niccolò Paganini, Ian Frenkel, Eduard Tubin, Kurt Weill, Arthur Honegger, Pyotr I. Tchaikovsky, Dmitri Shostakovich, Jean Sibelius, Paul McCartney & John Lennon, Joseph Haydn, Chris Theofanidis, Heitor Villa-Lobos, Charles Mingus, Matt Herskowitz, Jack Perla, Ernest Bloch, Eino Tamberg, Lepo Sumera.
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Presse:
Tod und Teufel, diese Bande gibt wirklich Vollgas, dass es nur so kracht. Der wüste Einleitungssatz aus Paul Hindemiths Kammermusik Nr. 1 lässt sogleich keinen Zweifel, welch rauher Wind hier weht, und die folgenden Stücke erfüllen dieses Versprechen: Witzige, oft aggressive zeitgenössische Musik fern aller akademischer Drögheit. Da lässt Michael Daugherty in "Sing Sing" den berüchtigten FBI-Chef J. Edgar Hoover zu verzerrten Streichquartettklängen und Sirenengeheul rappen, James MacMillan kreuzt in einem musikalischen Porträt des Dichters T. S. Eliot altenglische Consortmusik mit Foxtrot-Rhythmen (Maxwell Davies lässt grüßen) und das "Roadrunner"-Finale aus John Adams’ Kammersinfonie setzt zu einer irrwitzigen Verfolgungsjagd an.
Das Absolute Ensemble legt dabei eine derart kriminelle Energie an den Tag, dass selbst gestandene Avantgarde-Interpreten wie das Ensemble Modern oder das Kronos-Quartett dagegen alt aussehen. Wie um zu beweisen, dass es nicht nur den wildgewordenen Handfeger geben kann, überrascht das Ensemble am Schluss mit einer sehr dezenten Interpretation der Kammermusikfassung von Debussys "Prélude à l’après-midi d’un faune", die von Benno Sachs für Schönbergs "Verein für musikalische Privataufführungen" hergestellt wurde.
Eine bessere Visitenkarte für diese Musiker ist schwer vorstellbar. Angesichts der etwas mageren Spielzeit der CD stellt sich allerdings die Frage, warum teilweise nur einzelne Sätze präsentiert werden und nicht die vollständigen Werke; der Hindemith wäre bestimmt noch unterzubringen gewesen. Thomas Schulz, 20.4.2000 / Rondo Magazin
Quirliger und brillianter kann man kaum spielen als das Absolute Ensemble unter Kristjan Järvi. (Darmstädter Echo hz vom 30.6.2000)